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KA2 Strategische Partnerschaften im Bereich der Erwachsenenbildung

 

Projekthintergründe

 

Zu den wichtigsten Herausforderungen des heutigen Europas zählt die hohe Arbeitslosigkeit (10% der aktiven Bevölkerung gleich 23 Millionen Menschen in Europa, 12,8% in Italien), vor allem bei den gering qualifizierten Menschen. In der Tat, eines der wichtigsten Ziele der Europa 2020 Strategie ist es, bis zum Jahr 2020 die Beschäftigungsquote von 75% sowohl für Frauen als auch für Männer im Alter von 20-64 Jahren zu erreichen. Zur gleichen Zeit steht Europa vor dem Problem der Bevölkerungsalterung, die Anzahl von Menschen mit Behinderungen steigt, die Einwanderungsraten wachsen. Somit besteht ein zunehmender Personalbedarf im Gesundheits- und Pflegebereich. Momentan arbeiten etwa 20 Millionen Menschen in der EU im Gesundheitsbereich und diese Zahl steigt.

Wie die Erfahrungen der Projektpartner zeigen, sind sich die Arbeitnehmer in diesem Sektor (vor allem Menschen mit Migrationshintergrund) den Möglichkeiten, die sie in Bezug auf die Arbeitsrechte oder auf eine Unternehmensgründung haben, nicht bewusst. Deshalb wären Beratung und Unterstützung seitens des öffentlichen und privaten Sektors zur Förderung des sozialen Unternehmertums erforderlich.

Das Unternehmertum als Karriereoption ist in Europa nicht weit verbreitet. Der Grund dafür liegt vor allem im Mangel an unternehmerischen Fähigkeiten und Kenntnissen, insbesondere bei gering qualifizierten Personen, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus sind die Bildungssysteme und Lehrkräfte nicht geeignet und geschult, um Unterstützung beim Erwerb der unternehmerischen Fähigkeiten und bei Schaffung eines günstiges Umfeldes für das Erlernen dieser Fähigkeiten gewährleisten zu können.

 

Deshalb konzentriert sich das Projekt auf die berufliche Entwicklung und Weiterbildung der
Erziehungswissenschaftler, Fachleute, Jobcoaches, öffentlich Bediensteten sowie Mitarbeiter des Dritten Sektors, um benachteiligte Erwachsene in den Bereichen Bildung/Beschäftigung zu unterstützen, die Qualität der Dienstleistungen in Bezug auf Wirksamkeit und Effizienz zu verbessern und den Erwerb von unternehmerischen Fertigkeiten und Wissen (z.B. Regelungsgehalt) der Endempfänger (gering qualifizierte Menschen im Gesundheits- und Pflegebereich) zu fördern.

 

Mit diesem Projekt werden Trainer, Erziehungswissenschaftler, Fachleute, Jobcoaches, öffentlich Bedienstete sowie Mitarbeiter des Dritten Sektors beim Erwerb neuer Kompetenzen unterstützt, damit sie das soziale Unternehmertum unter den Endempfängern (gering qualifizierte Menschen im Gesundheits- und Pflegebereich) fördern können. Die meisten Endempfänger arbeiten oft ohne Kenntnisse und Schutz im Hinblick auf die regulären Verträge. Deshalb richtet sich das Ca @ Se Projekt an:

– Vermittlung der Informationen bezüglich der Vertragsregelung im sozialen Sektor, vor allem im Gesundheitsbereich;

– Förderung des sozialen Unternehmertums, um somit den Erfordernissen des Marktes Rechnung zu tragen.

 

Ziele

 

Das Hauptziel des Projekts ist es, Instrumente, Prozesse und Schulungen für Trainer, Erziehungswissenschaftler, Fachleute, Jobcoaches, öffentlich Bedienstete sowie Mitarbeiter des Dritten Sektors – jene Personen, die im direkten Kontakt mit gering qualifizierten Arbeitskräften arbeiten – zu entwicklen, damit sie:

– als Berater im Prozess der Entwicklung von Geschäftsplänen und im sozialen Unternehmertum agieren können;

–  nicht formale und informelle Kompetenzen von gering qualifizierten Menschen im Gesundheits- und Pflegesektor erkennen und prüfen können;

  • Informationen bezüglich der Vertragsregelung im sozialen Sektor, vor allem im Gesundheitsbereich, vermitteln können;
  • soziales Unternehmertum fördern, um somit den Erfordernissen des Marktes Rechnung tragen
  • Qualität der Dienstleistungen in Bezug auf Wirksamkeit und Effizienz verbessern und den Erwerb von unternehmerischen Fertigkeiten und Wissen fördern;

– zur Erhöhung des Beschäftigungspotentials von gering qualifizierten Menschen beitragen, indem sie unternehmerische Fähigkeiten vermitteln.

 

Projektprioritäten

 

Im Hinblick auf die Projekthintergründe und oben beschriebenen Ziele ist das Projekt  CA@SE im Einklang mit den folgenden Prioritäten des Erasmus+ Programmes:

 

– Entwicklung von Querschnittkompetenzen bei den gering qualifizierten Menschen im Gesundheitssektor. Dabei handelt es sich um die Förderung des Unternehmertums durch innovative und auf den/die Lernende/n ausgerichteten Ansätze und Entwicklung von Bewertungsmethoden ihrer informellen nicht formalen Kompetenzen (horizontale Priorität Nr.1)

– Informationen über den Zugang zu Erwachsenenbildung und über die Bewertung von nicht formalem und informellem Lernen zur Verfügung zu stellen sowie Berufs- und Bildungsberatung (zweite spezifische Priorität für Erwachsenenbildung)

 

Gemeinsame Ausbildung des Personals

 

Eine Veranstaltung zur gemeinsamen Ausbildung des Personals findet nach den Pilot Trainings statt. Die Teilnehmenden erlernen dabei eine Methode zur Unterstützung von gering qualifizierten Menschen bei der Entwicklung von Geschäftsplänen. Die Methodik wird im Rahmen eines europäischen (internationalen) Workshops vorgestellt und für jedes Partnerland angepasst. 2 Teilnehmer pro Land werden an diesem EU-Workshop teilnehmen können.

 

Erste Multiplikatorenveranstaltung

 

Lokale Veranstaltungen zur Verbreitung des Projektes finden in jedem Projektpartnerland statt. Dabei werden die Projektziele und -ergebnisse den Interessenvertretern und Behörden vorgestellt.

 

Zweite Multiplikatorenveranstaltung

 

Eine abschließende Messe mit dem Schwerpunkt soziales Unternehmertum wird in Spanien / Pamplona am Ende des Projekts organisiert. Daran werden sich alle Partner, Vertreter unserer Zielgruppen sowie andere Interessenvertreter und Behörden beteiligen. Darüber hinaus bringt jeder Projektpartner eine Person mit, die an dem Pilot Training teilgenommen hat, um den Austausch von Erfahrungen in der Zielgruppe (Erziehungswissenschaftler, Fachleute, Jobcoaches, öffentlich Bedienstete sowie Mitarbeiter des Dritten Sektors) zu ermöglichen. Auch Vertreter der Endempfänger (gering qualifizierte Menschen, die im Gesundheitsbereich tätig sind) werden zur Messe eingeladen. Bei dieser letzten Veranstaltung werden alle Projektziele und -ergebnisse den Interessenvertretern und Behörden vorgestellt. Während dieser Veranstaltungen findet – dank dem breiten Netzwerk unseres spanischen Partners (ANEL) – eine Pressekonferenz statt, an der sich die lokalen und regionalen Medien beteiligen werden.

 

Nutzung

 

Unser Hauptziel ist die Einrichtung des Beratungsschalters (Anlaufstelle) in jedem Land, um gering qualifizierten Menschen im Gesundheits- und Pflegesektor Informationen und Beratung über das soziale Unternehmertum zur Verfügung zu stellen. Diese Anlaufstellen werden durch geschultes Personal auch nach dem Projektende weiterhin betreut. Deshalb entwickeln wir während der Projektlaufzeit Modelle und Instrumente, die auf europäischer Ebene nutzbar, reproduzierbar und nützlich sind und Fachleuten, Pädagogen, öffentlichen und privaten Organisationen der Aus- und Weiterbildung, Verbänden, Arbeitsagenturen, usw. zur Verfügung stehen werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden alle Projektresultate und -ergebnisse in alle Partnersprachen übersetzt und sie werden allen Benutzern und Interessenvertretern zum kostenlosen Download auf der Projektwebsite zur Verfügung stehen.

 

Zusammen mit der E-Learning-Plattform wird auch diese Webseite mit den Webseiten der Projektpartner verlinkt sein. Somit können auch andere Organisationen und ihre Mitarbeiter von unseren Produkten profitieren.

 

Der Beratungsschalter wird für mindestens 1 Jahr nach dem Projektende aufrechterhalten werden, um eine kontinuierliche Unterstützung für gering qualifizierte Menschen im Gesundheitsbereich gewährleisten zu können. Mit dieser Aktion werden wir ein breiteres Spektrum unserer Endbegünstigten erreichen können. Darüber hinaus

wird in allen Partnerorganisationen ein Jahr nach dem Projektende eine Evaluierung des Projektes stattfinden, um die Auswirkungen des Projekts auf die Endempfänger bewerten zu können; d.h. es wird überprüft, ob jene Personen, die durch das Projekt Beratung und Unterstützung bekommen haben, auch ein eigenes Unternehmen gegründet haben.

 

Da die meisten der Partner im Anbieten der Ausbildungsmöglichkeiten spezialisiert sind, werden sie auch nach dem Projektende das CA @ SE Training anbieten und durchführen können. Somit werden viele Erziehungswissenschaftler, Fachleute, Jobcoaches, öffentlich Bedienstete sowie Mitarbeiter des Dritten Sektors weiterhin hinsichtlich der Unterstützung bei Unternehmungsgründung für niedrig qualifizierte Menschen geschult werden können. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Projekts während und nach der Projektlaufzeit durch Partner-Netzwerke bei Veranstaltungen, Konferenzen, Tagungen, Workshops, Seminaren, sowie per E-Mail, durch die Erasmus + Verbreitungsplattform und von den Medien verbreitet werden. Dies wird nicht nur den Ruf und die Expertise der Partnerorganisationen stärken, sondern auch das das Bewusstsein für das Thema auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene erhöhen. Das Projekt wird auch die Partnerschaft zwischen den beteiligten Organisationen stärken, um in künftigen Projekten im sozialen Bereich mit der Zusammenarbeit fortzusetzen.

 

 

Zielgruppen
-Erziehungswissenschaftler, Fachleute, Jobcoaches, öffentlich Bedienstete sowie Mitarbeiter des Dritten Sektors.
– Niedrig qualifizierte Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Pflegebereich (Endempfänger).

 

 

Projektpartner

 

Zentren für Erwachsenenbildung, öffentliche Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen, Handelskammern, Unternehmer-Verbände, Non-Profit-Verbände, Handelsgewerkschaften, Freiwilligenverbände und gemeinnützige Organisationen

 

– Organisationen mit Expertise in den Bereichen Marketing / Kommunikation

 

Sie finden das Dokument auch als Download unter Projekt CASE Dokumente.

 

 

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